Austauschtreffen 2017

am Samstag, 25. März 2017, auf dem Herzberg zum Thema

«TZI und Sexualität:
Sprache, Spiel, Biografie»

mit Biodanza-Vivencia, mit Ariane Peclard Sahli am Vorabend

→ Anmeldung zum Treffen        → Einladung als pdf

Die Sexualität beflügelt Menschen seit… na ja, seit dem Urknall oder vielleicht seit etwas später. Nüchtern gesehen sichert sie, dass unsere Spezies weiter besteht. Weniger nüchtern ist sie eine Quelle von Lebensfreude – manchmal auch von Leidenschaft und Leiden. Wenn die TZI ermuntert, nach innen und aussen zu schauen, sich selber zu entscheiden und seine Grenzen zu erweitern, dann wird dies nicht ohne Folge auf die eigene Sexualität und aufs Beziehungsleben bleiben.

In unserm Austauschtreffen beleuchten wir das Verhältnis von TZI und Sexualität unter den Aspekten: Sprache, Spiel und Biografie.
Besuche einen von drei Workshops: 1. „Let’s talk about sex“, 2. „Sinnlich schreiben“, 3. „TZI, Sexualität und meine eigene Biografie“ (Beschreibung weiter unten).

Biodanza ist eine intuitive Tanzform und wurde vom chilenischen Psychologen Rolando Mario Toro Araneda als tanztherapeutisches Konzept entwickelt, das Genuss und Lebensfreude entwickeln soll: «La poética del encuentro» nennt man es in Südamerika, «Die Poesie der menschlichen Begegnung»
Es werden verschiedene Einzel-, Paar- und Gruppentänze angeleitet. Feste Schrittfolgen gibt es keine: Du entscheidest tanzend und nonverbal, wie du deine Interaktionen gestaltest. Eine «Vivencia» ist ein festliches Tanzerlebnis. Geeignete Kleidung lässt dich gut bewegen. Getanzt wird barfuss oder mit rutschfesten Socken oder anliegenden Finken..

Daten
24. März 2017: Generalversammlung 19:15 bis 20:15; Vivencia ab 20:30
25. März 2017, Austauschtreffen 10:30 bis 17:00


Austauschtreffen

Workshop 1
„Let’s talk about sex“

Haut an Haut kommuniziert Nähe, Zuwendung, Vertrauen. Manchmal aber auch Fremdheit, Angst, Bedrohung. Hautkontakt ist eine mehrdeutige Kommunikationsform.
Rät deshalb jeder Ratgeber für Liebende, Sprache über die eigene Sexualität zu entwickeln? Doch das ist nicht einfach: Wer kennt nicht das Herumgedruckse über die eigenen Bedürfnisse; die Scham, ein sexuelles Wesen zu sein (das notabene durch Sex entstanden ist); die Irritation über einen schlüpfrigen Witz oder „Dirty talks“.
Bei der Privatsache Sex stellt sich die Frage: Wie viel Authentizität ist dem andern zumutbar und wie viel Selektion nötig?
Oder wieviel Authentizität ist nötig und wieviel Selektion zumutbar?
In Workshop werfen wir die Frage auf, wie wir über Sexualität sprechen, was uns leicht und was schwer fällt und wir suchen unsere Courage, uns selbst zur Sprache zu bringen und andern unser Ohr und Herz zu leihen.

Workshop 2
Sinnlich schreiben

Eine erotische Schreibwerkstatt will dieser Workshop sein, ein Ort, um heiter Doppel- und Eindeutiges zu formulieren. Wir spielen mit Sprache und verfassen knisternde Texte: vielleicht ein Billet doux, ein Minnelied, ein Schelm*innenstück.
Jede*r entscheidet als Chairperson, ob und welcher Text in der Schreibrunde vorgestellt wird, und welche Rückmeldung er/sie dazu brauchen kann.

Leitung: David Keel

Workshop 3
TZI, Sexualität und meine eigene Biografie

Wenn manche von den TZI-Kursen aus den 70er und 80er Jahren erzählen, bekommen sie lustige Äuglein. Ein Lächeln zaubert sich aufs Gesicht: «Hei, waren wir da noch jung! Und wie hoch ging es im Kurs
her!» Die sexuelle Revolution nach 1968 forderte einerseits sexuelle Selbstbestimmung. Doch unter ihren Anhänger*innen bildeten sich auch neue Unfreiheiten aus, etwa: Wer zweimal mit der selben pennt, gehört schon zum Establishment… Und heute? Ariadne von Schirach beschreibt die Generation Y (geboren zw. 1980-1999) als „oversexed and underfucked“. Der Globe hat sich geändert. 

Doch auch wenn wir den Globe mal beiseite lassen: Die TZI-Ausbildung involviert die ganze Person. Wer sich als Chairperson entwickelt, tut dies auch in Bezug auf seine Sexualität und seine Partner*schaft(en)..

In diesem Workshop geht es darum, sich mit der eigenen Biografie auseinanderzusetzen und zu sehen, welche Wirkung die TZI auf die eigene Sexualität und das Beziehungsleben hatte.
Leitung: Hermann Kutt

Ort
Herzberg, Herzbergstrasse 193, 5025 Asp ob Aarau

Kosten
Teilnahmebeitrag inkl. Pausengetränke, Mittagessen, Apéro: CHF 70.- für Mitglieder, Studierende, Beschäftigungslose; CHF 150.- für Nichtmitglieder.

Nachtessen Freitag / Übernachtung Freitag auf Samstag
Wir haben eine begrenzte Anzahl Übernachtungen gebucht. Die Anmeldung läuft über uns. Die Kosten fürs Nachtessen sowie für die Übernachtung wirst du dem Kurshaus
direkt erstatten.

Anmeldung
Gerne laden wir dich zu diesem persönlichen Austausch ein. Bitte melde dich bald, möglichst bis zum
Freitag, 17. März 2017 unter www.tzi.ch → Angebote → Austauschtreffen 2017 mittels dem Formular an. Telefonische oder postalische Anmeldung ist auch ein Weg. Du kannst angeben, ob du schon am Vortag anreist und mit uns gemeinsam die Vivencia feiern und vielleicht schon an der davor stattfindenden Generalversammlung des Vereins TZI Schweiz teilnehmen möchtest Einladung folgt demnächst). Spätere Anmeldung können mit grosser Wahrscheinlichkeit auch noch berücksichtigt werden, speziell aber für die Übernachtungsmöglichkeiten Auswahl gilt:
first come, frist serve.

Wir freuen uns sehr auf diese Gelegenheit, einander wieder zu begegnen!

Herzlich

Der Vorstand des Ruth Cohn Instituts Schweiz
Roger Schärer, David Keel, Michael Tanner

Bitte um Anmeldung bis 17. März 2017.

Anmeldung zum Austauschtreffen