Themenzentrierte Interaktion

Aktuell: Tagung «Vielheit couragiert leben!» mit Prof. Dr. Matthias Scharer am 12. Oktober 2019, 10:00 bis 17:00 Uhr in Fribourg

Was ist TZI?

Der Vorstand des Ruth Cohn Instituts Schweiz sieht in der Themenzentrierten Interaktion (TZI) eine «konkrete Utopie des Miteinanders». Diese konkrete Utopie (im Sinne von Ernst Bloch) ermöglicht Interaktion – in Schule und Hochschule, in der Arbeitswelt, in der Politik und gesellschaftlichen Organisation, im Privatleben usw.  so zu gestalten, dass die beteiligten Individuen zählen, die Entwicklung der Beziehungen untereinander zählt, das Wahrnehmen von Verantwortung gegenüber nicht unmittelbar Beteiligten zählt und die Bearbeitung der Sachaufgaben zählt. TZI offeriert einen Weg der Beziehungsgestaltung und Kommunikation auf Augenhöhe.

Helmut Reiser beschreibt die Themenzentrierte Interaktion als ein «professionelles pädagogisches Konzept» – also als Brückenschlag zwischen der Welt der Theorie (philosophische, sozial- und humanwissenschaftliche Theorien und Bezugswissenschaften) und der Praxis – der Arbeit mit Menschen. Spezifisch für die TZI ist die Betonung der Reflexion.

Die TZI wurde von Ruth C. Cohn initiiert und in den Workshop Institutes for living – Learning (WILL) – heute Ruth Cohn Institut für TZI) – von ihr und ihren Kolleg*innen in den USA und später Europa weiterentwickelt.

TZI fördert

  • Sich und andere im privaten und beruflichen Bereich aufmerksam wahrzunehmen
  • Selbständigkeit und Eigenverantwortung im Kontakt mit andern zu stärken
  • Wissen lebendig und in Beziehung zu den beteiligten Personen zu teilen.
  • Die Arbeitsnotwendigkeiten mit Achtung vor der Person und der zwischenmenschlichen Beziehung zu verbinden (im Profit- ebenso wie im Non-profit-Bereich)
  • Arbeitsbesprechungen, Konferenzen, Kongresse usw. im Sinne lebendiger Kommunikation zu führen

TZI hat in Gruppen und Organisationen die unterschiedlichen Bedürfnisse des Einzelnen (ICH), die Beziehungsgestaltung und Interaktion in der Gruppe (WIR),  die zu erledigende Arbeit (ES) und die Umwelten (Globe) im Auge und versucht ein Ungleichgewicht zwischen den Faktoren dynamisch auszugleichen.